Die AfD-Bundestagsfraktion hat ein neues Positionspapier zur deutschen Energiepolitik vorgestellt und fordert darin eine grundlegende Neuausrichtung. Im Mittelpunkt steht die Forderung, die beschädigten Nord-Stream-Pipelines wieder in Betrieb zu nehmen und Deutschland künftig wieder stärker mit Erdgas zu versorgen. Nach Ansicht der Fraktion müsse die Energieversorgung langfristig bezahlbar, sicher und unabhängig gestaltet werden.
Nach den Vorstellungen der AfD soll Deutschland seine Energiequellen deutlich breiter aufstellen. Neben einer möglichen Wiederaufnahme der Gaslieferungen über Nord Stream spricht sich die Partei ausdrücklich für eine Rückkehr zur Kernenergie aus. Gleichzeitig sollen Kohlekraftwerke und Erdgas weiterhin eine wichtige Rolle im deutschen Energiemix spielen. Die Fraktion kritisiert den bisherigen energiepolitischen Kurs der Bundesregierung und fordert eine stärkere Nutzung bestehender Infrastruktur.
Die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee waren im September 2022 durch mehrere Explosionen schwer beschädigt worden. Die genauen Hintergründe der Sabotage werden weiterhin untersucht. Seitdem fließt über die Leitungen kein Erdgas mehr nach Deutschland. Eine Wiederinbetriebnahme wäre technisch, politisch und außenpolitisch mit erheblichen Herausforderungen verbunden.
Während Befürworter argumentieren, günstige Energie sei entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, verweisen Kritiker auf die energiepolitischen und geopolitischen Risiken einer erneuten Abhängigkeit von russischem Gas. Die Forderungen der AfD dürften deshalb auch künftig kontrovers diskutiert werden.
Wie sich die deutsche Energiepolitik in den kommenden Jahren entwickelt, bleibt offen. Klar ist jedoch: Die Themen Versorgungssicherheit, Energiepreise und die Zukunft der Energieversorgung werden auch weiterhin zu den wichtigsten politischen Streitpunkten in Deutschland gehören.
Quelle: WELT (AFP), 14.04.2026
Bild: KI-Symbolbild
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