In einer Rede im Deutschen Bundestag hat AfD-Fraktionschefin Alice Weidel die Ukraine-Politik der Bundesregierung scharf kritisiert. Sie sprach sich entschieden gegen einen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union sowie zur NATO aus und warnte vor den Folgen einer weiteren Annäherung.
Nach Ansicht Weidels würde eine Aufnahme der Ukraine in die beiden Bündnisse die Sicherheitslage Europas verschärfen und Deutschland noch stärker in den Krieg hineinziehen. Gleichzeitig warf sie der Bundesregierung vor, mit ihrer Außen- und Sicherheitspolitik das Risiko einer weiteren Eskalation zu erhöhen, anstatt auf diplomatische Lösungen zu setzen.
Die Rede fand während der Aussprache über die Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz zur bevorstehenden Tagung des Europäischen Rates statt. Weidel nutzte die Debatte, um die Position der AfD zu bekräftigen: Die Partei lehnt sowohl einen EU- als auch einen NATO-Beitritt der Ukraine weiterhin klar ab und fordert stattdessen eine Politik, die sich stärker an den Interessen Deutschlands orientiert.
Die Bundesregierung hingegen unterstützt den europäischen Kurs der Ukraine grundsätzlich und befürwortet langfristig deren Annäherung an die Europäische Union sowie eine enge Zusammenarbeit mit der NATO. Über einen tatsächlichen Beitritt entscheiden jedoch alle Mitgliedstaaten gemeinsam und nur unter der Voraussetzung, dass die jeweiligen Aufnahmekriterien erfüllt werden.
Quelle: Deutscher Bundestag (Plenarprotokoll), 11.06.2026.