Mit einer deutlichen Aussage zur Migrationspolitik hat der Grünen-Bundestagsabgeordnete Timon Dzienus im Deutschen Bundestag für Aufmerksamkeit gesorgt. In seiner Rede am 25. Juni 2026 bezeichnete er Migration als „etwas Tolles“ und betonte, dass sie Deutschland bereichere. Nach seiner Auffassung trage Zuwanderung dazu bei, das Land wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich voranzubringen und Deutschland lebenswerter zu machen.
Dzienus erklärte, dass Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen das Land seit Jahrzehnten mitgestalten und einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie zum wirtschaftlichen Erfolg leisten würden. Migration sei aus seiner Sicht keine Bedrohung, sondern eine Chance, die Deutschland stärker und vielfältiger mache.
In seiner Rede kritisierte der Grünen-Politiker zugleich die AfD scharf. Er warf der Partei vor, mit ihrer Haltung zur Migration die Gesellschaft bewusst zu spalten und Ängste zu schüren. Nach Ansicht von Dzienus sei es wichtig, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Menschen unabhängig von ihrer Herkunft als Teil Deutschlands zu begreifen.
Zur Veranschaulichung seiner Argumentation verwies der Abgeordnete auf die deutsche Fußballnationalmannschaft. Als Beispiele nannte er unter anderem Jamal Musiala, Jonathan Tah und Deniz Undav. Diese Spieler stünden seiner Ansicht nach stellvertretend für die Vielfalt in Deutschland und zeigten, welchen positiven Beitrag Menschen mit Migrationsgeschichte in unterschiedlichen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens leisten könnten.
Die Aussagen von Dzienus lösten anschließend unterschiedliche Reaktionen aus. Während Befürworter seine Rede als klares Bekenntnis zu Vielfalt, Integration und einer offenen Gesellschaft begrüßten, äußerten Kritiker Zweifel an seiner positiven Bewertung der Migrationspolitik und verwiesen auf bestehende Herausforderungen bei Integration, Wohnungsmarkt und innerer Sicherheit.
Die Debatte zeigt erneut, wie unterschiedlich die politischen Positionen zum Thema Migration im Deutschen Bundestag sind. Während die Grünen Zuwanderung überwiegend als gesellschaftliche Bereicherung betrachten, fordern andere Parteien eine deutlich restriktivere Migrationspolitik und strengere Maßnahmen zur Begrenzung der Zuwanderung.